Im August 2009 eröffnet, wurde das Gebiet „Kapplerstein“ bei Bad Berleburg direkt ein überregionaler Tipp für das Klettern im Sauerland und ganz Nordrhein-Westfalen. Das feste, rauhe Porphyr-Gestein bietet eine enorme Vielfalt an Kletterrouten und rund 40 Touren sind an der über 20 Meter hohen Felswand eingerichtet.
Kleingriffige Leisten, großgriffige Kanten und Taschen, Platten, Risse, Verschneidungen, Überhänge - die Routen sind bei Kletterern beliebt für die abwechslungsreichen Bewegungen.
Mal muss man in Piaztechnik an einer Riss-Verschneidung entlang steigen, wie bei der „König Alexander“ eine 6+ Tour. Die "Lumpi" ein Kletterweg im 6. Schwierigkeitsgrad lockt mit interessanten Bewegungsmustern und Grifffolgen entlang einer kleinen Verschneidung unter einem kleinen Dach entlang. Bei anderen Touren überwiegt dagegen die senkrechte Wandkletterei.
Angenehm ist schon der äußerst kurze Zustieg. In zwei Minuten ist man vom Parkplatz an der Grundschule am Felsen, der direkt an der Straße liegt und im Vorderbereich gemütlich mit Holzbänken eingerichtet ist. In Richtung Süd-Westen gelegen, kann man gerade am Nachmittag und gegen Abend wunderbar in der Sonne klettern und so selbst an kühleren Herbst- und Wintertagen den warmen Fels erklimmen. Auch für Anfänger bietet der Fels optimale Bedingungen. Die meisten Routen sind im 5. und 6. Schwierigkeitsgrad und zudem ist die Absicherung optimal für Einsteiger mit kurzen Hakenabständen.
Der Fels ist in zwei Sektoren eingeteilt und verfügt über Routen vom 3. bis zum 8. Schwierigkeitsgrad. Beliebteste Kletterwege sind sicherlich die beiden sechser Touren „Lorbas“ und „Schweelbäre“ sowie der von Matthias Boller-Götting aus Siegen erstbegangene „Weg der Harmonie“. Eine 8er Route, die an einem Riss entlang und dann über einen kleingriffigen Überhang führt.
Neue eingerichtete Touren sind seit dem Jahr 2010 die Route "Charly und Lotte", links von der "Lumpi" im Headwall (kurz und knackig im 8. Schwierigkeitsgrad) und rechts der "Lumpi" die 6er Route "Taxi nach Kopan". Im Jahr 2011 sind in der Hauptwand zwei schöne Linie neu hinzugekommen: Zum einen die 7er-Tour "Nichts für die Ewigkeit" und links der "Padre Pio" die Route "Marc" im unteren 7. Grad. Im Herbst 2011 wurden dann noch vier neue Linien im rechten Teil der Hauptwand im alpinen Charakter bzw. clean zur Selbstabsicherung gelegt.
Topoübersicht: Kletterfelsen Kapplerstein Sektor Hauptwand - Routenlänge: 18-21 Meter
(Darstellung von der rechten zur linken Wandseite)
1. Grina Stä
2. Stell dech nett so oh
3. Feudinger Weg
4. Sittehitzer
5. Weg der Harmonie
6. Nichts für die Ewigkeit
7. Schweelbäre
6-
6
5
6+
8-
7+
6-
Gutgriffige Genusstour
Oben mit weiterem
Hakenabstand
Knackig und kleingriffig
über kleinem Überhang
Cruxstelle ist unter dem
kleinen Überhang
Herrliche Verschneidung
mit Riss
8. Padre Pio
9. Marc
10. Saubäre
11. Hiwwelkamin
12. Lerge
13. Lorbas
6
6+/7-
6-
5-
7
6+
Plattig über kleine Leisten
Technische Bewegungen
und Stehvermögen
Kamintour in der
Wandmitte
Crux in der Mitte über
kleinem Überhang
14. Um die Ecke
15. Vals Plat
16. König Alexander
17. Schmeelestrepper-Düre
18. Ech Korra-Düre
19. Letzte Ausfahrt Röspe
5
7+
6
5
4+
5
Genusstour
Kleine Leisten
Perfekter Riss
Topoübersicht: Kletterfelsen Kapplerstein Sektor Headwall (oben) - Routenlänge: 10-12 Meter
19. Letzte Ausfahrt Röspe
20. Makölwes
21. Ferscht Richard
22. Girkhäuser Weg
23. Prinzessin Nathalie
24. Rothaarblitz
25. ???
26. So schwetze mer e Wittjestä
27. Bälammkante